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Bad Zwischenahn „Vorspann kommt in zehn Sekunden – Sendung läuft!“ verkündete Aufnahmeleiter Wolfgang Feist in der Bad Zwischenahner Ahrenshof-Scheune. Die neue Fernseh-Talkshow „Plattdüütsch-Frühschoppen mit Ludger Abeln“ feierte um 11 Uhr dort seine Premiere. Talk-Gäste der ersten halbstündigen Ausgabe waren Standesbeamtin und Bauernhausschauspielerin Sabine Krüger, Cornelia Nath von der Ostfriesischen Landschaft, die Gartenbauingenieurin Gesa Meinen, Rundfunk- und Fernsehmoderator Lutz Ackermann sowie der frühere Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke. Weitere 85 Gäste fanden sich zu der Übertragung in der historischen Scheune ein.
Dass Plattdeutsch nach wie vor eine lebendige Sprache ist, wurde in der Frühschoppenrunde recht schnell klar. So berichtete Sabine Krüger von der Möglichkeit, sich in Bad Zwischenahn in einer plattdeutschen Zeremonie das „Ja-Wort“ zu geben. Auch habe Bad Zwischenahn eine Internetseite mit einer Plattdeutsch-Version. Die Elmendorferin Gesa Meinen spreche in ihrer Familie viel Platt, und Cornelia Nath empfand es als wichtig, dass die Menschen überhaupt wieder Plattdeutsch hörten. Dabei schaffe Plattdeutsch unter den Menschen Vertrauen, ergänzte Karl-Heinz Funke. So gebe es Landtagssitzungen, die in Plattdeutsch abgehalten würden. Dazu fänden sich mehr Abgeordnete ein, als zu „normalen Debatten“. Plattdeutsch käme nicht nur im Fernsehen gut an; auch im Radio werde diese eigenständige Sprache gerne gehört, bekannte Lutz Ackermann. So hätte er gemeinsam mit Otto Waalkes einen ganzen Vormittag auf Platt moderiert, was äußerst positive Reaktionen bei den Radiohörern ausgelöst hätte.
Plattdeutsch ist in Bad Zwischenahn die Alltagssprache, was in Filmeinspielungen verdeutlicht wurde. Dazu lieferten u. a. Bürgermeister Dr. Arno Schilling, Lehrerin Rita Kropp, Gästeführerin Erika Kröger und Spieker-Baas Erhard Brüchert plattdeutsche Beiträge ab. Die Zeit verrann schnell, und viele Themen konnte Ludger Abeln nicht mehr ansprechen. Der Aufnahmeleiter zeigte drei Finger, was bedeutete: Noch drei Minuten. Die letzten 30 Sekunden wurden mit dem quer liegenden Daumen angezeigt.